Presse 2010

Auswahl…

 

Konzert am 20.04.2010

„Entfesselte Tonorgien und Virtuosenstreiche“

„… Ein erstklassiges Nachwuchsorchester, vorbildlich dirigiert, eine junge Himmelsstürmerin als Solistin…Ein weiterer Glücksfall des Abends war die Solistin des Sibelius-Violinkonzerts, Jeanette Pitkevica, (heute schon) eine Virtuosin von Format, die das gesamte vom Werk geforderte Instrumentalakrobatische Repertoire, alle Hexenmeistereien blitzsauber, höchst brillant servierte. Zudem ließ das Spiel der aus Lettland stammenden jungen Geigerin an Feinschliff nichts zu wünschen übrig, und ihr empfindsamer und differenzierter Vortrag zog die Hörer durch Schattierungsreichtum und Intensität in seinen Bann. Diese Wiedergabe des Sibelius-Konzerts hätten auch namhafte Künstler unterschreiben können…“

Gabor Halasz „Die Rheinpfalz“ 23.04.2010

 

Konzert am 17.04.2010

„Glühende Expression“

“ … Die aus Lettland stammende Geigerin Jeanette Pitkevica spielte danach den Solopart in Jean Sibelius‘ Violinkonzert d-moll. Sehr wandlungsfähig und facettenreich gestaltete die Studentin von Prof. Marco Rizzi, vom unendlich zart und wie ein Windhauch gestalteten Beginn bis zu den virtuos zupackenden, rasant lodernden Läufen. Daneben gefiel die Geigerin mit schön gesanglich formulierter, inspirierter Lyrik, herrlich leuchtenden, blitzsauber modellierten Tönen.

Mit großer Leidenschaft und Verve musizierte sie durchweg, erst recht in der packend gestalteten großen Kadenz des Kopfsatzes. Reaktionsstark im Umschwenken vom Lyrischen ins Virtuose, entwickelte die Geigerin wunderbar geschmeidige Töne, saubere Übergänge ins Flagolett-Spiel und große geigerische Passioniertheit. Da wusste sie sich einig mit dem Dirigenten Klaus Arp, der das Orchester gleichfalls aufflammen und klangsatte Höhepunkte wirken ließ.

Glühende Expression brachte Jeanette Pitkevica in den langsamen Satz. Da gab es Raum für intensive Kommunikation mit dem Orchester, und im mitreißend gestalteten Finale konnte einen die Geigerin schon mal schwindelig spielen…“

Rainer Köhl „Rhein-Neckar-Zeitung“ 21.04.2010

 

Konzert am 17.04.2010

„Pastelltöne, satte Farben“

„… Sie kann sich mit den jungen Senkrechtstartern messen, die gerade beim „Heidelberger Frühling“ ihre Visitenkarte abgeben: Jeanette Pitkevica, Jahrgang 1982, studiert an der Mannheimer Musikhochschule; sie lässt uns mit ihrer Interpretation des Violinkonzerts von Sibelius im Musensaal des Rosengartens Staunen und verdient Hochachtung. Nicht nur Studenten rufen ihr Bravos zu, sondern auch Dozenten. Das Fach-Publikum applaudiert einer Interpretation, die das Werk dank ruhiger Kraft und intensiver Steigerung auf markante Höhepunkte zuführt.

Gartenschlanke Linien.

Jeanette Pitkevicas Spiel schließt Spannung und Wagemut ein, meidet aber spröde Tragik oder sonstigen Gefühlsballast. Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ konzentriert sie sich einzig auf die Klangwirkungen ihrer Geige. Die gartenschlanke Lienie des Anfangthemas, das massige Dunkel der Untiefen und die nadelspitze Höhe der spätromantischen Grenzgänge beschäftigen den Zuhörer so stark, dass die drei Sätze wie im Fluge verstreichen…“

Monika Lanzendörfer „Mannheimer Morgen“ 19.04.2010

 

Konzert am 17.04.2010

„Auf den Spuren Don Giovannis“

„… Diese überragende Musikerin verbindet subtile Kantabilität mit technischer Genauigkeit. Hut ab, so etwas gibt es selten. Wenn Herz und Hirn musizieren, können Töne nicht irren…“

Gerd Kowa „Die Rheinpfalz“ 19.04.2010

 

Konzert am 02.04.2010

„Pergolesis Suefzer sind die schönsten“

„…Jeanette Pitkevica, eine junge Geigerin aus Lettland, spielte in beeindruckender Weise von Johann Sebastian Bach die große Chaconne d-moll für Violine solo aus der Partita d-moll. Um dieses Werk zu spielen, müssen Geiger ihr gesamtes technisches und musikalisches Können aufbringen. Bach verlangt vierstimmig gestrichene Akkorde, lange Melodiebögen, hochvirtuose, kleingliedrige Episoden, dann wieder lyrische Teile in zartem dolce und akzentuierte Einwürfe. Jeanette Pitkevica spielte, dem Anlass einer Karfreitagsandacht angemessen, sehr schlicht und schnörkellos, dabei aber mit traumhafter Sicherheit. Auch die schnellsten Passagen blieben jederzeit durchsichtig und dynamisch durchdacht ohne aufgesetzte Effekte. Die junge Geigerin bot eine sehr reife, erwachsene Interpretation dieses Werks. …“

Maria Bierwald „Rhein-Neckar-Zeitung“ 07.04.2010